Zum Hauptinhalt springen

Claude Haiku 5.5: das kleinste Claude-Modell wird bis zu 90 Prozent billiger

Anthropic

Anthropic hat Claude Haiku 5.5 veröffentlicht. Das schnelle Einstiegsmodell kostet pro Token bis zu 90 Prozent weniger als Haiku 4.5, ist in vielen Tests deutlich stärker und lässt sich erstmals in seinem Denkaufwand einstellen.

Das dritte Modell der 5.5-Familie

Am 7. Oktober 2026 hat Anthropic Claude Haiku 5.5 vorgestellt. Nach Opus 5.5 und Sonnet 5.5 ist damit die ganze Modellfamilie erneuert. Haiku ist das kleinste und schnellste Claude-Modell. Es ist über die API (Modell-ID claude-haiku-5-5) sowie bei Amazon Web Services, Google Cloud und Microsoft Azure verfügbar.

Preise

  • Bis 100.000 Token: 0,10 Dollar pro Million Input-Token und 0,50 Dollar pro Million Output-Token, also 90 Prozent weniger als Haiku 4.5
  • Über 100.000 Token: 0,50 beziehungsweise 2,50 Dollar, also 50 Prozent weniger
  • Im Schnitt: laut Anthropic etwa 75 Prozent geringere Kosten pro Aufgabe
  • Nebenbei: Bei Sonnet 5.5 halbiert sich der Preis für zwischengespeicherte Eingaben (Cache) auf 0,10 Dollar pro Million Token.

Was Anthropic angibt

  • Computerbedienung: OSWorld 2.1 mit 72,4 Prozent, Haiku 4.5 kam auf 15,7 Prozent
  • Wissen: Humanity's Last Exam mit 45,9 Prozent ohne und 57,4 Prozent mit Werkzeugen
  • Terminal-Aufgaben: Terminal-Bench 4.0 mit 39,2 Prozent bei maximalem Aufwand
  • Neu: Als erstes Haiku-Modell hat es eine einstellbare Denkstufe von Low bis Max.

In den meisten Tests liegt Haiku 5.5 vor GPT-6 Luna, dem vergleichbaren Modell von OpenAI, das gleich viel kostet. Sonnet 5.5 bleibt aber klar stärker. Alle Zahlen stammen vom Hersteller.

Sicherheit

Die Schutzmaßnahmen bei Cybersicherheit sind strenger als bei Haiku 4.5: Defensive Aufgaben sind erlaubt, Penetrationstests und typische Angriffstechniken bleiben gesperrt.

Einordnung

Kleine Modelle werden schnell besser. Was vor einem Jahr nur große Modelle konnten, schafft jetzt ein Modell für einen Bruchteil des Preises. Aber auch hier gilt: Auf die Kosten pro erledigter Aufgabe kommt es an. Tester wie Artificial Analysis berichten, dass Haiku 5.5 bei maximalem Denkaufwand sehr viele Token verbraucht.

Quellen