Anthropic: Claude Mythos findet Tausende Sicherheitslücken
Anthropics neuestes und leistungsstärkstes Modell hat autonom Zero-Day-Lücken in Linux, Firefox und weiteren Kernsystemen entdeckt – darunter eine 27 Jahre alte Schwachstelle. Öffentlich verfügbar ist es vorerst nicht.
Das mächtigste Claude-Modell – aber nicht für alle
Anthropic hat am 7. April 2026 Claude Mythos Preview vorgestellt – das bislang leistungsstärkste Modell des Unternehmens. Es wurde nicht als allgemeines Chatbot-Update angekündigt, sondern im Rahmen einer Cybersicherheits-Initiative: Project Glasswing.
Was Mythos kann
Im Bereich mathematisches Schlussfolgern erreicht Mythos Preview beim USAMO-2026-Benchmark 97,6 Prozent – nahezu perfekt. Noch beeindruckender: Das Modell hat eigenständig Tausende von Zero-Day-Sicherheitslücken in weit verbreiteten Systemen gefunden, darunter:
- Den Linux-Kernel
- Den Firefox-Browser
- Das OpenBSD-Betriebssystem (eine 27 Jahre lang versteckte Schwachstelle)
- Die Multimedia-Bibliothek FFmpeg
Warum es nicht öffentlich ist
Genau wegen dieser Fähigkeiten hat Anthropic entschieden, Mythos Preview nicht allgemein zugänglich zu machen. Ein Modell, das vollautomatisch Sicherheitslücken findet und funktionsfähige Exploits schreibt, birgt erhebliches Missbrauchspotenzial.
Stattdessen läuft es im Rahmen von Project Glasswing mit 12 ausgewählten Sicherheitspartnern – darunter Nvidia, Amazon, Apple, Google und Microsoft – ausschließlich für defensive Zwecke.
Mehr Details: anthropic.com/project/glasswing