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Grundrechenarten & Bruchrechnung

Schriftliches Rechnen – die vier Standard-Verfahren

Teaser – volle Lektion nach Anmeldung

Lernziele dieser Lektion

  • Sie addieren und subtrahieren mehrstellige Zahlen schriftlich – auch mit Übertrag und Borgen.
  • Sie multiplizieren schriftlich mit zwei- und mehrstelligen Faktoren und ordnen die Teilprodukte stellenrichtig an.
  • Sie führen die Langdivision durch, schreiben Reste sauber mit und rechnen bei Bedarf in Dezimalstellen weiter.

Warum schriftliches Rechnen heute noch wichtig ist

Im Alltag ist der Taschenrechner immer da – am Handy, am PC, an der Kasse. Und trotzdem: Wer schriftlich rechnen kann, versteht, was der Taschenrechner macht. Das hilft an drei Stellen:

  • Plausibilität prüfen: Erkennen, ob ein Ergebnis grob stimmen kann (z. B. wenn man sich vertippt hat).
  • Offline arbeiten: Auf Baustelle, im Lager oder beim Inventur-Zählen ist nicht immer ein Gerät griffbereit.
  • Prüfungen und Bewerbungstests: In vielen Eignungstests (Büro, Lehre, Aufnahmeprüfung) sind Taschenrechner nicht erlaubt.

Gemeinsames Prinzip aller vier Verfahren

Alle schriftlichen Verfahren arbeiten stellenweise: Einer unter Einer, Zehner unter Zehner, Hunderter unter Hunderter. Wer diese Ausrichtung sauber einhält, macht 90 % weniger Fehler. Die restlichen 10 % sind Überträge und Borger – die lernen Sie in dieser Lektion.

1. Schriftliche Addition

Regel: Stellen ausrichten, von rechts nach links addieren

  1. Summanden rechtsbündig untereinander schreiben (Einer unter Einer).
  2. Von rechts nach links spaltenweise addieren.
  3. Wird eine Spaltensumme ≥10\ge 10, schreibt man den Einer-Teil hin und notiert den Übertrag klein über der nächsten Spalte.
  4. Die nächste Spalte addiert zusätzlich den Übertrag.
1 1 ← Überträge 4 7 8 + 2 6 5 ——————— 7 4 3

2. Schriftliche Subtraktion

Auch hier schreibt man die Zahlen rechtsbündig untereinander. Der Minuend steht oben, der Subtrahend darunter. Schwierig wird es, wenn oben eine Ziffer kleiner ist als unten – dann muss man entbündeln (auch „borgen" genannt).

Regel: Entbündeln, wenn oben zu wenig steht

  1. Spaltenweise von rechts nach links subtrahieren: obere Ziffer minus untere Ziffer.
  2. Ist die obere Ziffer kleiner: Aus der nächsthöheren Stelle "einen Zehner holen". Die obere Ziffer wird dadurch um 10 größer, die Nachbarziffer oben um 1 kleiner.
  3. Mit den neuen Werten weiterrechnen.
4 9 18 ← oben 5 entbündelt: 5→4, 0→10, 8 bleibt 5 0 8 − 2 7 9 ——————— 2 2 9

Häufigster Fehler: Borger nicht weitergegeben

Beim Entbündeln muss die Ziffer links vom "geborgten Zehner" wirklich um 1 reduziert werden. Wer das vergisst, erhält ein Ergebnis, das genau 10 zu groß ist. Typisches Symptom: Ergebnis passt „fast, aber eine Stelle ist um 1 zu hoch".

Dies ist nur ein kurzer Auszug. Die vollständige Lektion mit interaktiven Übungen und Lernfortschritts-Tracking gibt es nach Einlösung eines Einschreibeschlüssels.